14. August 2026 · 4 min
Der 20-Minuten-Wochenrückblick, der dich wirklich besser macht
Jeden Trade einzeln durchzulesen bringt nichts. Ein guter Rückblick beantwortet drei Fragen in dieser Reihenfolge und endet mit einer einzigen Regel.
Freitagabend öffnest du dein Journal, scrollst durch deine Trades und nickst. Zwanzig Minuten später schließt du es, ohne etwas entschieden zu haben. Das ist kein Rückblick, sondern ein Durchlesen. Der Unterschied: Ein Rückblick endet mit einer Änderung.
Frage 1: Habe ich meinen Plan befolgt?
Beginne mit der Disziplin, nicht mit dem P&L. Wie viele Trades folgten deiner Strategie? Welche nicht, und warum? Eine Gewinnwoche mit fünf Trades außerhalb des Plans ist eine schlechte Woche mit Glück.
Frage 2: Wohin ist das Geld gegangen?
Isoliere, was am meisten gekostet hat. Es ist fast nie „der Markt“. Es ist eine bestimmte Uhrzeit, ein bestimmtes Paar oder ein bestimmtes Verhalten: Trades direkt nach einem Verlust, Einstiege am Freitagnachmittag, Gold, obwohl du sonst den Euro tradest. Ein einziger Posten erklärt oft den Großteil der Verluste.
Frage 3: Was hat funktioniert?
Man vergisst es, dabei liegt genau dort dein Vorteil. Welche Trades hast du exakt nach Plan genommen? Wie war ihr Ergebnis? Das solltest du öfter tun.
Das Ergebnis: eine Regel, nicht zehn
Schließe mit einer einzigen Regel für die nächste Woche. Nicht „disziplinierter sein“, sondern „kein Trade nach 16 Uhr“ oder „30 Minuten Pause nach zwei Verlusten“. Eine messbare Regel, die du beim nächsten Rückblick prüfen kannst.
Rechne nicht selbst
Deine schlechteste Uhrzeit oder die Kosten deines Revenge-Tradings von Hand zu finden, dauert eine Stunde. TradeDiscipline bereitet deinen Rückblick vor: Disziplin-Score der Woche, Trades außerhalb des Plans, teure Uhrzeiten und Paare, Vergleich mit der Vorwoche. Du musst nur noch entscheiden.
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